Icon InformationEinbau Wärmezähler

Einbauempfehlung Wärmezähler

Zeichnung Einbauempfehlung Wärmezähler mit Beruhigungsstrecke und Absperrventilen

Das Volumenmessteil wird in dem Strang eingebaut, in dem die geringere Bauteilbelastung zu erwarten ist. Sowohl bei Heizungsanlagen, wie auch bei Kälteanlagen ist dies jeweils der Rücklauf.

Das Volumenmessteil zwischen zwei Absperrvorrichtungen platzieren, ggf. sind die Einlauf- und Auslaufstrecken vor und nach dem Zähler zu beachten.

Das Volumenmessteil darf nur in der Einbaulage montiert werden (waagerecht, Fallrohr oder Steigrohr), für die es konstruiert ist, siehe oben. Ultraschallzähler sind für alle drei Einbaulagen geeignet.

Montagehinweise

Ultraschallzähler

Einbaulage UltraschallwasserzählerDen Ultraschallwärmezähler zwischen zwei Kugelhähne so einbauen, dass der Pfeil am Volumenmessteil mit der Fließrichtung übereinstimmt. Bei Ultraschallzählern sind keine Einlauf- oder Auslaufstrecken vorgegeben. Nach starken Durchflussstörungen, z. B. Einbau hinter einem Winkel, Ventil oder T-Stück ist eine Einlaufstrecke empfohlen. Die Einlaufstrecke sollte mindestens 5 x DN der Rohrnennweite entsprechen, bei manchen Ultraschallzählern 10 x DN, hierbei sind die Einbauanleitung oder Datenblatt des jeweiligen Zählers zu beachten. Ultraschallzähler können in beliebiger Einbaulage eingebaut werden: waagerecht, fallend oder steigend. Bei Kompakt-Ultraschallzählern bis DN 40 ist keine Einlaufstrecke erforderlich, diese wird bereits durch die Länge der Anschlussverschraubung und des Volumenmessteils selbst erzielt. Bei Ultraschallzählern größer DN 50 ist die Empfehlung nach starken Durchflussstörungen die oben genannten Einlaufstrecken zu berücksichtigen. Den Durchflusssensor nie auf der Saugseite von einer Pumpe platzieren!

Zeichnung Einbau Ultraschallzähler um 45° gekipptIm Gegensatz zu den mechanischen Volumenteilen, bei waagerechten Einbau, dass Ultraschallgerät ±45° im Verhältnis zur Rohrachse drehen, und in der optimalen Ableseposition montieren. Dies gewährleistet das die Ultraschallwandler stets im Wasser stehen und mindert die Gefahr der Luftansammlung an den Wandlern, die zu einer Fehlfunktion in der Messung führen kann.

Um der Kavitation vorzubeugen, also der Bildung von Dampfblasen, muss der Betriebsdruck bei manchen Ultraschallzählern mindestens 1,5 bar bei Qn und mindestens 2,5 bar bei Qmin betragen. Dies gilt bei Temperaturen bis zu ca. 80 °C. Ultraschallmessgeräte dürfen keinem niedrigeren Druck als dem Umgebungsdruck (Vakuum) ausgesetzt werden.

Kompaktwärmezähler

Zeichnung Kompakt-Wärmezähler

Die kompakten Wärmezähler mit dem Fließrichtungspfeil in Durchflussrichtung einbauen. Diese Zähler können in allen drei Einbaulagen montiert werden: waagerecht, Fall- und Steigrohr. Lediglich der Überkopfeinbau, also mit der MWh Anzeige nach unten, ist nicht zulässig. Eine Einlauf- oder Auslaufstrecke ist bei Kompaktwärmezählern nicht erforderlich.

Mehrstrahlzähler

Zeichnungen der Bauformen Mehrstrahlzähler (waagerecht, Steigrohr und Fallrohr)

Zeichnung 1a waagerechte Ausführung mit Gewinde- oder Flanschanschluss, in Nenngrößen von Qn 1,5 bis Qn 10 m³/h, mit den Nennweiten DN 20 bis DN 40. Diesen Großwärmezähler nur horizontal (waagerecht) einbauen, andere Einbaulagen sind nicht zulässig. Das Zählwerk (m³ Anzeige) muss immer nach oben zeigen.

Zeichnung 1b Steig-/Fallrohr-Ausführung mit Gewindeanschluss, in Nenngrößen von Qn 1,5 bis Qn 10 m³/h, Nennweite DN 20 bis DN 40. Diesen Zähler nur vertikal in dafür vorgesehene Steig- bzw. Fallrohrleitungen einbauen, andere Einbaulagen sind nicht zulässig, dabei ist zu beachten: das Zählwerk (m³ Anzeige) muss immer nach oben zeigen.

Bei den Mehrstrahlzählern muss keine Einlaufstrecke oder Auslaufstrecke beachtet werden.

Woltmannzähler

Zeichnung der Bauformen Woltmannzähler Typ WP und WS

Zeichnung 2a waagerechte Ausführung (Woltmann Volumenmessteil Typ WS) mit Flanschanschluss. Dieser Typ darf nur horizontal eingebaut werden. Andere Einbaulagen sind nicht zulässig. Das Zählwerk (m³ Anzeige) muss immer nach oben zeigen und darf nicht nach vorne oder unten zeigen.

Zeichnung 2b Steig-/Fallrohr-Ausführung (Woltmann Volumenmessteil Typ WP) mit Flanschanschluss. Der Typ WP ist für alle Einbaulagen geeignet: horizontal (waagerecht) und vertikal (Steig- und Fallrohr). Das Zählwerk (m³ Anzeige) muss immer nach oben oder nach vorn zeigen. Der Überkopfeinbau, also das Zählwerk (m³ Anzeige) nach unten, ist nicht zulässig.

Bei Woltmannzählern ist eine Einlaufstrecke von 3-5 x DN in Nennweite des Zählers vorzusehen und eine Auslaufstrecke von 3 x DN.

Bauformen

Ultraschallzähler Messprinzip

Beim Ultraschallzähler handelt es sich um ein statisches Messverfahren. Es gibt keine mechanisch bewegten Teile für die Messung des Volumenstroms.

Ultraschallzähler messen die Fließgeschwindigkeit des Volumenstroms mit einem Laufzeitdifferenzverfahren. Ein Ultraschallsignal wird mit und ein Signal gegen den Wasserstrom gesendet.Ultraschall schematische Darstellung des Messprinzips Das gegen den Strom gesendete Signal wird durch die Fließgeschwindigkeit abgebremst und benötigt eine größere Zeitspanne bis es auf den gegenüberliegenden Messwandler trifft, wie das Signal das in die Fließrichtung gesendet wird. Die Zeitspanne, also die Laufzeit, wird voneinander abgezogen. Der so ermittelte Laufzeitunterschied, die Laufzeitdifferenz, ist proportional zum Durchfluss. Das bedeutet je größer der Durchfluss, desto größer die Laufzeitdifferenz. Aus der Laufzeitdifferenz wird exakt die Fließgeschwindigkeit berechnet, dies ergibt mit dem Volumeninhalt der Messstrecke die präzise  Durchflussmenge.

Vorteile dieses Messprinzips ist zum einen der geringe Druckverlust, die geringe Empfindlichkeit gegen Schwebeteile im Wasser und da mechanisch bewegte Teile entfallen ist die Volumenstrommessung nahezu verschleißfreie. Dadurch ist die Ultraschallmessung auch nach Jahren stets noch exakt, garantiert eine lange Haltbarkeit und eine hohe Langzeitmessstabilität.

Wasserzähler Einstrahltechnik

Einstrahlzähler

Mechanische Kompaktwärmezähler sind meist als Einstrahlzähler konstruiert und besitzen eine Eintritts- und Austrittsöffnung, das Flügelrad bewegt sich direkt im Wasserstrom. Diese Bauart ist sehr kompakt und kostengünstig und damit ideal für die kompakten Geräte.


MehrstrahlzählerWasserzähler Mehrstrahltechnik

Im Messteil wird der Wasserstrom durch mehrere Ein- und Austrittsöffnungen auf das Flügelrad geleitet und trifft dort in mehreren Strahlen auf und ermöglicht kleinere Anlaufwerte. Diese Konstruktion wird verwendet für Großwärmezähler DN 20 bis DN 40 mit den Nenngrößen von Qn 1,5 bis Qn 10 m³/h.


WoltmannzählerZeichnung Woltmannzähler Typ WP

Benannt nach dem Erfinder Reinhard Woltman der 1790 das Prinzip der Strömungsmessung mit Flügelrädern beschrieb, auch als Woltmannflügel bezeichnet. Dieses Prinzip findet heute noch Anwendung in den nach ihm benannten Volumenmessteilen und Wasserzählern.

Typ WP, die Flügelradachse steht parallel zum Volumenstrom. Die Zähler sind für senkrechte und Zeichnung Woltmannzähler Typ WSwaagerechte Einbaulage geeignet.

Der Typ WS ist nur für die waagerechte Einbaulage vorgesehen. Die Flügelradachse steht senkrecht zum Wasserstrom. Diese Konstruktion ermöglicht deutlich kleinere Anlaufwerte, bedeutet jedoch auch einen höheren Druckverlust wie Modell WP.

Die Woltmannzähler finden beispielsweise Verwendung in  Heizkraftwerken, Gewerbe und Industrie. Woltmannzähler reagieren konstruktionsbedingt empfindlich auf Durchflussstörungen, die Auslauf- und Einlaufstrecken sollten daher unbedingt beachtet werden.

Bitte beachten

Bitte die anerkannten Regeln der Technik, Richtlinie K9 zur Inbetriebnahme für Kälte- und Wärmezähler der PTB, Montageanleitung und Datenblätter der Messgeräte beachten.