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Energieeffizienz in denkmalgeschützten Wohnhäusern

Das Energiesparpotenzial gerade in älteren Bestandsbauten ist beträchtlich, häufig aber nur sehr aufwändig zu realisieren. Ein aktuelles  Forschungsprojekt namens „E-MonAut“ dokumentiert nun erstmals in dieser Tiefe, wie 15 bis 20 Prozent Energie durch geringinvestive Maßnahmen im alten und denkmalgeschützten Bestand eingespart werden können. Die Messtechnik von WDV/Molliné für den Energieverbrauch von Raumwärme und Warmwasser ist dabei der Schlüssel zu einem energieoptimierten Anlagenbetrieb.

Das Wohn- und Geschäftshaus in Stuttgart-Wangen Das E-MonAut-Systemkonzept


Harmonisch fügt sich das gut dreigeschossige Wohn- und Geschäftshaus „Ulmer Straße 325” in Stuttgart-Wangen in die gewachsene Bebauung dieses Straßenzuges ein: Direkt neben einem schmucken Fachwerkbau stellt es – obwohl schon im 17. Jahrhundert erbaut – den gelungenen Brückenschlag zu Objekten neuerer Bauzeit dar. Zehn Wohnungen und vier Geschäfte sind als lebendiges Miteinander unter einem Dach vereint. Für Eigentümer und Nutzer bedeutet die historische Bausubstanz aber zugleich eine Herausforderung: Aus energetischer Sicht ist das unter Denkmalschutz stehende Objekt beispielsweise durch Dämmung nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand auf aktuelle Standards zu ertüchtigen.

Das Projekt „E-MonAut”

Hier kommt das Projekt „E-MonAut“ ins Spiel: In dem über 300 Jahre alten Gebäude wurde dieses High-Tech-Konzept des 21. Jahrhunderts drei Jahre lang praktisch getestet und ausgewertet. „Energieeinsparung im Gebäudebestand durch übergreifende Monitoring- und Automatisierungskonzepte” – so lautet der offizielle Titel des vom Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Projektes unter der Leitung des Fraunhofer IOSB in Karlsruhe. Ziel des Projektes ist die optimierte Betriebsführung von Heizung und Lüftung durch umfassende Monitoring- und Automatisierungskonzepte. Mit relativ geringem Investitionsvolumen soll der Endenergiebedarf deutlich gesenkt werden. Gleichzeitig wird die Bausubstanz geschützt, um beispielsweise Schimmelbefall zu vermeiden. Optimaler Betrieb von Heizung und Lüftung heißt dabei zum einen, mit möglichst wenig Heizenergie dem Komfortbedürfnis der Nutzer gerecht zu werden.

Die Verbrauchsmesstechnik

Konkret wurden in den Wohnungen des Gebäudes Wärmemengenzähler und Sensormodule, die das Raumklima und die Anwesenheit  erfassen, sowie eine Wettermessstation installiert. Von WDV/Molliné  stammen rund ein Dutzend Wärmezähler Typ „WingStar® S1” mit M-Bus-Modul sowie Heizkostenverteiler und Wasserzähler mit AMR Funktechnologie. Im Minutentakt greifen sie die unterschiedlichsten Werte ab, darunter auch Vor- und Rücklauftemperaturen oder Volumenströme und übermitteln sie via Datenkabel oder Funk an zwei M-Bus-Datagateways. Diese verfügen über integrierte Webserver, um die Daten im gängigen XML-Format über das Internet auslesen und beispielsweise im Online-Abrechnungsportal von WDV/Molliné nutzen zu können.

Das Projekt „E-MonAut” in Stuttgart-Wangen ist insbesondere für Unternehmen der Wohnungswirtschaft oder gewerbliche Objektbetreiber hoch interessant: in dieser Tiefe wurde das energetische Einsparpotenzial von 15 bis 20 Prozent durch geringinvestive Maßnahmen in den optimierten Anlagenbetrieb von Wohn- und Gewerbeimmobilien dokumentiert. Die Messtechnik von WDV/Molliné sowie die Möglichkeiten eines Online Portals zur unmittelbaren Auswertung der erfassten Verbrauchsdaten gehen dabei allerdings über den Status eines Forschungsprojekts weit hinaus: Energieeinsparungen auf Basis solcher Verbrauchsdatenerfassung sind bereits voll serientauglich.

Weiterführende Informationen zu dem Projekt: E-MonAut

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