Symbol InformationMit Wärmezählern Nahwärmenetz einfach überwacht

Die Einwohner einer kleinen 700-Seelen-Gemeinde in Bayern gründeten eine Genossenschaft zur Selbstversorgung mit Nahwärme aus Biogas. Zur präzisen Abrechnung sind Wärmezähler von WDV/Molliné installiert – mit einem wichtigen Mehrwert: Sie ermöglichen zugleich die einfache, aber höchst effektive Anlagenkontrolle.

Gemeinde Fristingen Blockheizkraftwerk (BHKW) in Fristingen Blockheizkraftwerk (BHKW) Steuerung


Ländliche Idylle an der Donau im schwäbischen Bayern – Ackerfläche, soweit das Auge reicht. Das weckte in einer kleinen 700-Seelen-Gemeinde eine Landlust der besonderen Art: Warum nicht die reichlich vorhandenen Anbau- und Abfallprodukte der örtlichen landwirtschaftlichen Betriebe zur Wärmeerzeugung nutzen? Das fragten sich mehr als 100 Dorfbewohner und gründeten als Antwort eine Genossenschaft zur Selbstversorgung mit Nahwärme aus Biogas. Die wird von einem ortsansässigen Biogas-Erzeuger geliefert, der seine Anlage mit Gras-Silage, Gülle und Pflanzenresten beschickt.

Teils in Eigenleistung installierten die Genossenschaftler ein Versorgungsnetz für rund 120 Eigenheime. Die Abnehmer sind gleichzeitig Mitglieder der Genossenschaft und Eigner des Versorgungsnetzes. Damit die Betriebskosten gering bleiben, achten die Genossen auf einfache und solide Anlagenkomponenten. Einen entscheidenden Beitrag dazu liefern die Wärmezähler von WDV/Molliné. Sie erfassen automatisch den Energiebezug in jedem der angeschlossenen Häuser.

Aus Bio-Gas wird zählbare Wärme

In jedem Haus ist eine Wärmetauscher-Station installiert. Sie übergibt die Nahwärme an einen Schichtladespeicher. Im Rücklauf der Nahversorgungsleitung ist ein mechanischer Flügelradzähler des Typs „WingStar® S1” eingebaut, der den Volumenstrom misst. Der Durchfluss-Sensor arbeitet mit einer magnet- und rückwirkungsfreien Abtastung des Flügelrades. So ist ein Anlauf selbst bei minimalen Durchflüssen gewährleistet – vergleichbar mit einem Ultraschall-Messgerät.

Im Vorlauf und im Rücklauf jeder Wärmetauscher-Station sind zudem Temperaturfühler eingebracht. Ein Mikroprozessor-Rechenwerk ermittelt aufgrund der Durchflussmenge und der Differenz von Vor- und Rücklauftemperatur exakt die Verbrauchswerte. Zur Genauigkeit der Messergebnisse trägt der weit gespreizte Temperaturbereich des „WingStar® S1” bei – er reicht von 15 °C bis 90 °C. Die spezifische Auslegung erfolgte durch WDV/Molliné und garantiert präzise Messergebnisse, aber auch die sichere Versorgung. Denn ist ein Wärmezähler zu klein dimensioniert, kommt nicht die volle Wärme beim Abnehmer an. Ist er zu groß ausgelegt, wird das Messergebnis verfälscht. Analog der Volumenströme sind daher „WingStar® S1”-Zähler für 1,5 und 2,5 m3/h eingesetzt.

Per Wärmezähler abrechnen und überwachen

Der Nutzer kann zur eigenen Information die Verbrauchswerte auf einem großzügigen Display direkt am Zähler ablesen. Für die Abrechnungserstellung allerdings werden die Daten aller Zähler über M-Bus in einer Leitstelle zusammengeführt. Dafür wurde parallel zu den Versorgungsrohren auch eine konventionelle Datenleitung verlegt.

Außer den Wärmezählern aller Häuser ist auf die Leitstelle außerdem noch ein weiterer Zähler aufgeschaltet, platziert an der Einspeisestelle ins Nahversorgungsnetz. Optimal für diese Messstelle ist das Ultraschall-Messgerät „Ultramess® S2 Split” für einen Nenndurchfluss von 60 m³/h bei einem Rohrdurchmesser von DN 100. Über die Messwerte der eingespeisten Wärme und die Abnahme der Nutzer lässt sich das Netz kostengünstig und einfach in Echtzeit überwachen. Über die Wärmezähler erstellen die Genossenschaftler auch Nutzzeitprofile zur Optimierung des Betriebes.

Die Wärmezähler von WDV/Molliné zeigen den Erfolg der Nahwärmeerzeugung bereits an: Die Energiekosten der Genossen konnten auf Anhieb deutlich gesenkt werden.

Produktliste

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