Symbol InformationForderung nach mehr Transparenz beim Energieverbrauch kommunaler Liegenschaften erfüllt

Beispielhafte Haushaltsplanung: Energiemonitoring für städtisches Nahwärmenetz

Das kommunale Finanzsystem ist im Umbruch, seitdem der Bund eine „doppelte Buchführung“ in den Stadtkämmereien fordert. Das mittelfristige Ziel: Ähnlich wie in der Privatwirtschaft sollen für jede Leistung der öffentlichen Hand die Kosten und mögliche Erträge transparent erfasst werden. Die beträchtlichen Energieverbräuche kommunaler Liegenschaften sind darin natürlich eingeschlossen. Den Anfang machte eine Kleinstadt in Niedersachsen mit einem Messstellenkonzept für ein Nahversorgungsnetz. Auf dieser Datenbasis lassen sich außerdem das energetische Sanierungspotenzial aufspüren und Amortisationszeiten berechnen.

Schulgebäude von 1909 Verteilnetz mit Pumpengruppe Laptop mit Sysmess S1 Funkauslesesoftware Ultramess S2 Ultraschall-Wärmezähler


Damit Energiekosten nach dem Prinzip der Kosten- und Leistungsrechnung klar zuzuordnen sind, gehen immer mehr Städte dazu über, Energieverbräuche nicht nur pro Gebäude zu erfassen, sondern sogar auf die Stunde genau herunter zu brechen. Das ist eine Konsequenz aus der Neuordnung der kommunalen Finanzsysteme in Deutschland. Und sie ist insbesondere in Liegenschaften erforderlich, die gemischt genutzt werden, wie beispielsweise Turnhallen, in denen Schulen und Vereine Sport treiben.

Abgesehen von der gesetzlichen Forderung der Kostentransparenz zeigt das Projekt einer 36.000 Seelengemeinde vor den Toren Hannovers auch die finanziellen Vorteile einer exakten Energieverbrauchserfassung auf. Hier wurde ein Nahwärmenetz mit Wärmezählern ausgestattet. Das Herz der Nahwärmeversorgung bildet dabei die Heizzentrale einer Schule. Energieträger ist Erdgas. Von dort aus verläuft das etwa 200 Meter lange Nahwärmenetz zu vier weiteren Gebäuden in direkter Nachbarschaft, die mit Energie für die Raumbeheizung und Warmwasserbereitung versorgt werden: eine Turnhalle, ein Feuerwehrgerätehaus mit Nebenräumen, eine Kindertagesstätte und ein Jugendzentrum.

Die Nutzungszeiten und -arten der Gebäude unterscheiden sich gravierend. Die Turnhalle der Grundschule ist beispielsweise nachmittags durch Sportvereine belegt. Um den Vereinen den Energieverbrauch nach dem Verursacherprinzip in Rechnung stellen zu können, wurde eine stündliche Protokollierung der Verbrauchsdaten benötigt. Dazu zählt auch die Erfassung der Warmwassermengen, denn durch die Schule werden die Duschen praktisch nicht genutzt, dafür aber von den Sportvereinen umso intensiver.

Vereinfachte Erfassung und Energiemonitoring auf einen Streich

Installiert wurden Wärmemengenzähler „Ultramess® S2 Split” von WDV-Molliné. Denn Ultraschallzähler sind zum einen langlebiger, da sie ohne bewegliche Teile messen. Ein zweiter Vorteil ist, dass sie dadurch auch unempfindlich gegen Verschmutzungen im Heizwasser sind. Bei alten Rohrleitungen lösen sich oft Schwebeteilchen aus, die mechanische Zähler beschädigen können.

Außerdem konnten jetzt alle Wärmezähler mit Funkmodulen („walk-by Sysmess® S1”) für die Fernauslesung ausgestattet werden. Dazu geht der Hausmeister der Schule am Anfang jeden Monats nur noch mit einem herkömmlichen Endgerät mit USB-Anschluss über den Schulhof und liest per Funkübertragung die Zählerstände aus. Die Datenpakte beinhalten die Verbrauchswerte pro Tag und Stunde. So können beispielsweise die Verbrauchskosten der Turnhalle den Nutzungszeiten der einzelnen Sportvereine zugeordnet werden.

Ein weiterer Nutzen dieses Messstellenkonzepts: Es bildet die Basis für ein Energiemonitoring und zeigt auf, welche energetischen Sanierungen den besten Return on Investment einbringen.

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