Symbol InformationEnergiemanagement – drei wichtige Schritte für ein Messstellenkonzept

Die Basis eines Energiemanagementsystems (EnMS) ist die wirtschaftliche Verbrauchsdatenerfassung. Wie und wo sind die Daten zu erfassen und wie werden die Zähler installiert? Das gilt es im Rahmen eines Messstellenkonzeptes schon anfangs festzulegen.

Clamp-On Station Ultraschallzähler für Flüssigkeiten, Kälte und Wärme RDE-50 Druckluftzähler zum Einbau in 1/2"-Kugelhahn


In jedem Gebäude befinden sich Zähler, die den Verbrauch von Strom, Wasser und Heizenergie erfassen. Sie dienen in der Regel jedoch lediglich zur Abrechnung mit den Versorgern oder Nutzern. Für ein EnMS sind hingegen die Verbrauchsdaten an anderen relevanten Messstellen und vor allem kontinuierlich zu erfassen. Denn nur so lassen sich Verbrauchsverläufe nachvollziehen. Ein geeignetes Messstellenkonzept ist im Wesentlichen in drei Planungsschritten zu erarbeiten.

Erster Schritt: Datenerfassung festlegen

In der Regel ist es sinnvoll, auf Basis bereits vorhandener Netze Energiemengenzähler mit entsprechenden Schnittstellen auszuwählen. In manchen Fällen kann es jedoch wirtschaftlicher sein, parallel zu einem eventuell bereits bestehenden Bus-System der Gebäudeleittechnik Energiemengenzähler mit M-Bus-Schnittstelle für die reine Datenerfassung  zu etablieren. Zähler und Zubehör mit M-Bus-Technologie sind vergleichsweise günstig und lassen sich leicht über Gateways mit anderen Bus-Systemen koppeln. Bei der Datenübermittlung gewährleisten zwar Leitungen die größte Sicherheit. Aber auch Funkstrecken lassen sich mit den meisten Bus-Netzen dort realisieren, wo eine Leitungsverlegung nur mit hohem Aufwand möglich ist.

Zweiter Schritt: Erfassungspunkte festlegen

Je nach Betriebsstruktur des Objektes ist es sinnvoll, zunächst die Verbräuche aller Querschnittstechnologien wie Beleuchtung, Drucklufterzeugung, Umwälzpumpen, Wärme- und Kälteerzeugung und Lüftungstechnik transparent zu erfassen und dann schrittweise zu detaillieren. Im weiteren Prozess können zusätzliche Zähler eine Zuordnung des Energieverbrauchs zu den Produktionszahlen ermöglichen. Das verbessert die Kalkulation pro Stück und deckt Ineffizienzen auf.

Dritter Schritt: Installationsmethode festlegen

Für spezifische Einzeluntersuchungen kommt statt eines stationären ein mobiler, nur temporär einzusetzender Zähler in Frage. Beispielsweise ein Ultraschall-Zähler, der im laufenden Betrieb auf das Rohr aufgespannt werden kann, ohne die Leitung auftrennen oder anbohren zu müssen. Für eine exakte mobile Messung mit solchen Clamp-On-Zählern sind dazu lediglich Rohrmaterial, Rohrdurchmesser, Volumenstrom und zu messende Flüssigkeit im Messgerät zu parametrieren. Die Auswertung der Messung kann systemoffen im CSV-Datenformat übertragen werden.

Fazit

Maßnahmen und Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz können wirtschaftlich sehr lukrativ sein, insbesondere wegen der in Deutschland im internationalen Vergleich recht hohen Energiekosten. Voraussetzung für eine schnelle Amortisation ist ein intelligentes Energiemanagementsystem, wie es beispielsweise  in der DIN EN ISO 50001 beschrieben wird. Das Rückgrat eines solchen Systems ist ein auf die konkrete Situation individuell abgestimmtes Messstellenkonzept. Da die Erfassung der Energieströme im Rahmen eines EnMS kontinuierlich ausgebaut werden muss, sind Lieferanten von Zählern (Messeinrichtungen) zu bevorzugen, die in der Hardware und der Datenkommunikation ein maximales Spektrum abdecken (siehe Bilder) – und darüber hinaus viel Fachwissen mitliefern.

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